FG Fioretti

Fachgebiet für Entwerfen und Baukonstruktion an der TU Berlin

Grundlehre – Ü1 Analyse

Bilden Sie Paare innerhalb der Assistentengruppen und analysieren Sie das Ihnen zugeloste Gebäude wie folgt:
1. Verfassen Sie eine Entwurfsbeschreibung, welche Lage, Nutzung und Struktur des Gebäudes beschreibt.
2. Analysieren Sie zeichnerisch in angemessenem Maßstab und Darstellungsmethode (Grundriss, Schnitt, Ansicht, Grundrissaxonometrie, Explosionszeichnung) folgende Strukturen/Räume: Hülle, Decken, tragende und nichttragende   Bauteile, horizontale und vertikale Erschliessung, gemeinschaftliche Räume, private Räume, dienende Räume sowie ein entwurfsrelevantes Detail.
3. Bauen Sie ein analytisches Modell eines entwurfsbestimmenden Aspektes in angemessenem Maßstab.

Grundlehre – Ü2 Künstlerhaus

Bilden Sie Paare innerhalb der Assistentengruppen. Entwickeln Sie ein Künstlerhaus auf einem der 2 Grundstücke : Köpenikerstraße und Nalepastraße in Berlin. Aus einer Studie der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten geht hervor, dass bildende Künstler im Schnitt ein Atelier von ca. 35 m2 und Lagerflächen von 15 m2 suchen.

Wir möchten dennoch das Raumprogramm nicht vollständig bestimmen. Entwickeln Sie ein für das Grundstück geeignetes Projekt und bestimmen Sie die Mischung an Atelier- und Wohnungsgrößen selbst. In dem Entwurf sollen folgende Funktionen enthalten sein: Ateliers, Wohneinheiten, Gemeinschaftsflächen – Werkstätten, Ausstellungsräume, Projekträume und Lagerflächen.

Idee:

Die Herausforderung dieser Semesteraufgabe ist es, die Funktionen unterschiedlicher Typen mit verschiedener Maßstäblichkeit zusammenzubringen. Vorstellbar sind ein Atelierhaus mit verspringenden Deckenhöhen, bei dem das Wohnen direkt an das Arbeiten grenzt, die Trennung der Bereiche innerhalb eines Hauses oder gar die Trennung der Funktionen in einzelne Bauvolumen.

Folgende Fragen können untersucht werden:
Wie soll die Arbeitsatmosphäre und -umgebung des bildenden Künstlers sein?
Ist sie eher introvertiert oder braucht es womöglich einen weiten oder gezielten Ausblick? Wie fällt das Licht in das Atelier, wie geht man damit auf mehreren Geschossen um?
Wie ist das Verhältnis zwischen Atelier, Wohnfläche und Gemeinschaftsflächen?
Können Sie durch die Anordnung von verschiedenen Ateliers, Wohnungen und Gemeinschaftsflächen eine sich wiederholende Struktur bilden?
Kann womöglich eine Kombinierbarkeit zur größeren Flexibilität angeboten werden, sodass auch sehr große Atelierflächen entstehen können?

Gliedern Sie Ihre Entwurfsarbeit in folgende Arbeitsschritte:

Atmosphäre:

Atelier und Wohnung
Entwerfen Sie ein Atelier und eine Wohnungseinheit und treffen Sie eine Aussage über deren Beziehung. Ziehen Sie hierzu Elemente aus den Analyseprojekten hinzu und transformieren Sie Wesentliches in einfache Raumideen.
Bauen Sie jeweils ein 1:20 oder 1:50 Modell und bestimmen Sie den Lichteinfall, Raumhöhe, Zugang und Materialität des Raumes.

Kontext:

Städtebau und Gebäudeorganisation
Analysieren Sie den Kontext auf spezifische Merkmale wie z.B. Infrastruktur und Zugänglichkeit, Außenräume und soziale Einrichtungen und kartieren diese im Lageplan. Legen Sie Ihre städtebauliche Idee fest.
Dazu bauen Sie 1:200 Einsatzmodelle an denen Sie die Situation erkunden können. Überprüfen Sie anhand von Plänen die innere Organisation des Volumens und schärfen damit seine Form.

Zwischenpräsentation

Struktur:

Grundrisse / Schnitte
Führen Sie die Elemente aus den vorangegangen Schritten zu einem gesamten Gebäude durch Grundrisse und Schnitte im M 1:100 zusammen. Bauen Sie 1:50 Arbeitsmodelle von Atelier und Wohnung und überprüfen Sie deren räumliche Qualitäten.

Innenraum:

Entwickeln Sie ein atmosphärisches Innenraumbild von einer grundlegenden Situation in Ihrem Entwurf und komponieren Sie es so, dass die Aussage des Entwurfs deutlich wird.

Ansichten:

Fassade
Zeichnen Sie die Fassade Ihres Hauses im M 1:200 und bestimmen seine Materialität. Um es in seinen Kontext zu integrieren, zeichnen Sie die Ansichten mit den umgebenden Gebäuden und legen Sie die Fassaden mit deren Materialität an.