FG Fioretti

Fachgebiet für Entwerfen und Baukonstruktion an der TU Berlin

WS 14 – Kultur Kästle

WS 14 – Import / Export

Der freie Handel mit Waren bildet die Grundlage von Wohlstand und Kultur. Der Handel setzt neue Impulse frei, die die jeweiligen Kulturen grundlegend transformieren. Das Prinzip des Austausches bildet die Grundidee des Entwurfes. Die städtebauliche Lage des Grundstückes markiert eine Schnittstelle zwischen den Kulturinstitutionen Stuttgarts und den darüber liegenden Wohnquartier am östlichen Hang des Talkessels. Die verschiedenen Ebenen, welche an das Grundstück anschließen, ermöglichen durch die vertikale Stapelung mehrere ebenerdige Eingänge. Der vertikale Markt soll ein sichtbares Zeichen im Zentrum Stuttgarts setzten und den kulturellen sowie materiellen Austausch fördern. Die ersten drei Geschosse bieten Raum für die Marktflächen.In den oberen Stockwerken befinden sich ein Raum für kulturelle und private Veranstaltungen, eine kleine Bibliothek und die offizielle Behörde für Migration. Roher Beton, Stahl und Gussglas bilden die Kulisse für ein lebendiges Markttreiben.

WS 14 – Nachnutzungskonzept Warenhaus

Die meisten Großstädte Deutschlands sind dicht bebaut, die wenigen Freiräume hart umkämpft. Gleichzeitig stehen einige Gebäude leer, die in ihrer jetzigen Form überholte und ungeliebte Relikte darstellen. Die ehemalige C&A Filiale an der Berliner Karl-Marx-Straße aus den 70er Jahren stellt, als ein Beispiel für das späte Stadium der Kaufhaus-Typologie, ein solches Relikt dar. Der ehemalige namensgebende Mieter bestimmte das Programm des gesamten Hauses, ein Ersatz konnte bisher nicht gefunden werden. Das Gebäude als Ressource zu nutzen, weiter- beziehungsweise zu überschreiben ist die grundlegende Herangehensweise. Minimale Eingriffe und der Erhalt der Fassade sowie der Haustechnik sollen zu einer neuen angemessenen Nutzbarmachung des Gebäudes führen. Vier Arten des architektonischen Eingriffs werden formuliert: „Freilegen”, „Einschneiden“, „Weiterschreiben“ und „Ergänzen“.

Paul Künzel und Phillip Oberkircher erhielten dafür den BDB Förderpreis 2015 in der Kategorie Gebäude.

Ü1 Notation

Finden Sie sich in den vorgegebenen Vierergruppen zusammen und besuchen Sie die Ihnen zugelosten Orte des Badens. Konzentrieren Sie sich auf einen für Sie prägenden Aspekt des Ortes und dokumentieren Sie diesen umfassend in Text, Zeichnung und Grafik. Entwickeln Sie innerhalb Ihrer Gruppen aus den vier prägenden Aspekten ein eigenes Baderitual und fertigen Sie mit Bleistift auf 28 x 28 cm weißen Kartons eine Notation an. Präsentieren Sie Ihr Ergebnis gemeinschaftlich.

Ü2 Objekt

Bilden Sie Zweierteams innerhalb der Assistentengruppen. Erfinden Sie ein Objekt, das Ihnen im weitesten Sinne beim Baden dient. Analysieren und notieren Sie hierfür, welche Aspekte einer Badehandlung einer Verbesserung oder Erleichterung bedürfen und entwerfen Sie auf dieser Basis das persönliche Objekt. Notieren Sie Konstruktion und Funktion und bauen Sie einen 1:1 Prototypen.

Ü3 Raum

Bilden Sie Zweierteams innerhalb der Assistentengruppen. Suchen Sie einen beliebigen Ort auf dem Campus der TU Berlin. Entwerfen Sie für diesen Ort einen persönlichen Baderaum. Entwickeln Sie den Raum aus seinem Inneren heraus. Beachten Sie das Zusammenspiel von Funktionalität und Atmosphäre. Definieren Sie Zugang und Aktionsfläche. Entscheiden Sie über Proportion, Materialität und Licht.

Ü4 Ort

Bilden Sie Zweierteams innerhalb der Assistentengruppen.  Entwerfen Sie für das Eckgrundstück Eugen-Schönhaar-Str. / Bernhard-Lichtenberg-Str. in Berlin einen öffentlichen Badeort für ca. 25 Besucher.  Überprüfen Sie den Ort auf seine vorhandenen Qualitäten und entwickeln Sie dazu ein Gebäude, das von einer spezifischen Personengruppen über den Verlauf des Jahres genutzt werden kann. Bestimmen Sie Zugang und Erschließung und integrieren Sie notwendige Nebenräume. Der genaue Standort ist in den Planunterlagen gekennzeichnet.