FG Fioretti

Fachgebiet für Entwerfen und Baukonstruktion an der TU Berlin

DESIGN BUILD – 1:1

1:1 Projekte vermitteln Studierenden die Komplexität des Entwerfens, Bauens und die Grundzüge des Planungsprozesses. Das Ausarbeiten eines Projektes von der Entstehung des Konzepts bis zur Realisierung konfrontiert einen mit Zentralfragen des Bauvorgangs. Durch die Realisierung wird die Kommunikation mit den Nutzern und innerhalb der Bauteams als wesentliches Werkzeug des Bauprozesses erkennbar. Das konsequente Durchleben des Prozesses fordert handwerkliche und planerische Fähigkeiten und bietet den Studentinnen und Studenten die Gelegenheit das Entwerfen und das Bauen als baukonstruktive Forschung zu begreifen.
Der Einsatz teils ungewöhnlicher Materialien ohne tradierte Baumethoden fordert die kreative Auseinandersetzung mit dem Kern des architektonischen Denkens.

 

Unser Fachgebiet ist Teil des Netzwerkes DesignBuild Xchange.
DBXCHANGE Platform

1:1 Baynetna. Between Us.

Idee
„Baynetna. Die neue Bibliothek ist Salon und Bibliothek zugleich und möchte die arabische und die europäischen Kulturen für einander öffnen.
Die meisten Menschen, die nun neu nach Deutschland kommen, mussten alles und natürlich auch ihre Lieblingsbücher zurücklassen. Baynetna bietet ihnen die Möglichkeit, sich arabisch, englisch und deutschsprachige Bücher auszuleihen. Wer lieber in der Bibliothek selbst liest, ist dazu herzlich eingeladen. Denn Baynetna soll ein einfach schöner Ort sein, an dem sich gut lesen und bei Tee oder Kaffee entspannen lässt. Am Abend werden Lesungen und Diskussionen stattfinden.
Genauso wichtig ist es, dass alteingesessene Berliner und Berlinerinnen die arabische Literatur kennenlernen. Dass sie die Möglichkeit bekommen, sich mit Menschen auszutauschen, die mit diesen Büchern aufgewachsen sind und die diese Literatur lieben.“
Initiative Baynetna.Between Us.
https://hausderstatistik.org/unser-modellprojekt-die-zusammenkunft-in-der-stresemannstr-95/

 

Ort
In einem ehemaligen Hotel in der Stresemannstraße hat das Deutsche Rote Kreuz eine Notunterkunft für Geflüchtete eingerichtet. Die oberen beiden Geschosse, ursprünglich als großzügige Penthouse-Wohnungen geplant, werden nun von unterschiedlichen Initiativen unter dem Namen ZUsammenKUNFT genutzt. ZUsammenKUNFT ist ein Projekt des ZK/U – dem Zentrum für Kunst und Urbanistik. Neben kleineren Büroräumen gibt es größere Gemeinschaftsräume und mehrere Gemeinschaftsterrassen. Im 15. Stockwerk soll die Bibliothek eine ehemalige 2-Zimmerwohnung bespielen. Die Wohnung verfügt neben Küche, Bad und Abstellkammer über ein offenes 15 m² großes Zimmer und ein weiteres 13 m² großes Zimmer.

 

Aufgabe
Entwerfen Sie die Möbel für die Bibliothek / den Salon.
Die Bücher müssen einfach zugänglich gelagert und an einer passenden Stelle vom Personal ausgeliehen werden können, zudem soll man sie auch vor Ort lesen können.
Die Möbel sollen auch für Veranstaltungen geeignet sein. In dem gemeinschaftlich genutzten Raum finden Vorträge und Ausstellungen statt. Es werden kleine Konferenzen und andere Gesprächsrunden abgehalten.
Erfinden Sie Möbel, die den angesprochenen Funktionen gerecht werden. Erforschen Sie bis zu welchem Grad ein Möbel unterschiedliche Funktionen gleichzeitig erfüllen kann. Stellen Sie sicher, dass die Möbel möglichst einfach zu händeln sind.
Entwickeln Sie diese Möbel für die spezifischen Räume in der Stresemannstraße, aber beachten Sie dabei, dass dei Bibliothek auch an anderer Stelle mit den gleichen Möbeln wieder eingerichtet werden soll.
Die von Ihnen zu entwickelnden Möbelsysteme sollen nicht nur unterschiedliche Funktionen erfüllen, sondern gleichzeitig auch eine anregende Atmosphäre in den vorgefundenen Räumlichkeiten kreieren.

 

Ablauf
Fünf Teams aus jeweils zwei Studierenden der Architektur und einer/m Gasthörenden entwickeln in der ersten Phase in einer Art Wettbewerb jeweils eigene Konzepte für die Aufgabe. In einer anschliessenden Synthese werden die besten Ideen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept gebracht.
Danach folgt die gemeinschaftliche Ausführungsplanung, in der Details entwickelt, Kosten- und Terminpläne erstellt und weitere Sponsoren für die Umsetzung gesucht werden.
Zu gutem Schluss werden die entwickelten Möbel in den Werkstätten der TU und vor Ort hergestellt.

 

Termine
Vorbereitung
Vorstellung MA ___________________10.10.2016,  12:10,  A 151
Vorstellung Gasthörer______________12.10.2016,  10:00,  A 606
Einführung_______________________19.10.2016,  9:00-13:00,  A 402
Vortrag A. Römer ConstructLab   _____19.10.2016,  10:00,  A 402
Modellbauworkshop   ______________20./21.10.2016,  9:00-18:00,  A 402
Wettbewerbsphase
wöchentliche Betreuungen (2x)  ______ Mittwochs,  9:00-13:00,  A 402
Vortrag Dr. phil. Klaus Werner  _______ 27.10.2016,  noch offen,  Halle 4
Präsentation   _____________________09.11.2016,  13:00-15:30,  Halle 4
Synthesephase
Betreuung   ______________________16.11.2016,  9:00-13:00,  A 402
Präsentation   _____________________23.11.2016,  9:00-13:00,  Halle 4
Ausführungsplanung
wöchentliche Betreuungen (2x)  ______ Mittwochs,  9:00-13:00,  A 402
Präsentation   _____________________14.12.2016,  9:00-13:00,  Halle 4
Bauphase
Baubeginn ______________________  04.01.2017
wöchentlicher Jour Fixe   ____________Mittwochs,  9:00-13-00,  A 402 / Projektraum
Fertigstellung  ____________________ 27.01.2017

 

Kosten
Das Budget für Bau- und Nebenkosten muss flexibel an akquirierte Fördermittel angepasst werden.

 

Bewerbung
Bewerbungen für die Teilnahme müssen bis zum 14.10.2016 eingegangen sein. Bitte schicken Sie ein Portfolio inkl. Foto und Kurzlebenslauf an marc.drewes@tu-berlin.de (max. 5 MB).

 

Bekanntgabe der Teilnehmer
Am 17.10. 2016 werden Sie per E-Mail erfahren, ob Sie an dem Projekt teilnehmen können.

 

Anmeldung Entwurf
Für die Anerkennung des Entwurfes ist eine selbständige und rechtzeitige Anmeldung unter Quispos notwendig.

WS 15 – Kitchen on the Run

Im April 2015 nahmen Jule Schröder, Rabea Haß und Andreas Reinhard am Ideenwettberb „Advocate Europe“ teil und präsentierten das Projekt Kitchen on the Run: Eine mobile Küche sollte für fünf Monate durch fünf europäische Länder reisen, um Menschen auf der Flucht und Einheimischen mit gemeinsamen Kochveranstaltungen einen Ort der Begegnung bieten. Kitchen on the Run wurde aus insgesamt 600 Bewerbungen als eines der 10 Siegerprojekte ausgewählt.
Schon beim ersten Treffen in Fachgebiet hat uns das Projekt überzeugt. Das Team von Kitchen on the Run hatte unseren Lehrstuhl kontaktiert, um einen Überseecontainer in eine mobile Küche zu transformieren: Neben einer funktionierenden Kochstelle war ein Raum für gemeinschaftliches Kochen und ein Ort zum Speisen für bis zu 25 Personen gefragt. Die Konstruktion musste so angelegt sein, dass sie von 2-3 Personen innerhalb eines Tages aufgebaut werden kann. Zudem war es wichtig, dass alles während der halbjährigen Reise zuverlässig funktioniert und eventuelle Schäden leicht zu reparieren sind.
In einem seminarinternen Wettbewerb wurden aus zahlreichen Ansätzen die überzeugendsten Elemente destilliert und von allen Studierenden gemeinsam zu einem schlüssigen Gesamtkonzept kombiniert. Achtzehn Wochen lagen zwischen den ersten Skizzen und der Realisierung. Ziel des Semesters war es, den Studierenden die Komplexität des Entwerfens und des Bauens zu vermitteln._


Herzstück des Entwurfes ist eine Küchenzeile, die bei geöffnetem Container von allen Seiten zugänglich ist, damit mit mehreren Personen gemeinsam gekocht werden kann. Über der Kücheninsel wird durch eine Abhängung aus Rundstahl mehr Stauraum geschaffen. Hier ist auch die Beleuchtung integriert.
An der Seitentür des Containers kann je nach Bedarf ein „Kiosk“ ein- oder ausgeklappt werden. Die leichte Stahlkonstruktion ermöglicht zwei verschieden weit ausgeklappte Zustände. Im halb geöffneten Zustand fungiert der hoch geklappte Boden als Informations- oder Bartresen. Wird der Boden mit ausgeklappt, wandert der am Stahlrahmen befestigte Tisch ganz in den Außenbereich und bietet einen weiteren Zugang zum Container.
Ein raumhohes Holzregal steht an der Rückwand des Containers. Darin sind sämtliche Ess-, Koch- und Arbeitsutensilien verstaut. Leichte zusammenfaltbare Tische und Bänke aus Holzwerkstoffplatten sind Regalfront und Mobiliar in einem.
Die nutzbare Grundfläche des Überseecontainers wird mehr als verdoppelt, indem über seine mittels Flügeltüren zu öffnende Längsseite eine hölzerne Skelettkonstruktion angebaut wird. Diese ist eine von zwei bis drei Personen in Handarbeit auf- und abbaubare Steckkonstruktion aus vorgefertigten Stützen und Bindern mit eingehängten Fußbodensegmenten und schlanken stählernen Aussteifungsbändern. Die Dachhaut besteht aus segmentweise vorgefertigten LKW-Planen, die in Kederschienen zwischen den Dachbindern geführt werden und mittels einer dreidimensionalen Faltung das notwendige Dachgefälle ausbilden.

SS 14 – Dorf macht Oper

In Zusammenarbeit mit dem Kulturprojekt “Dorf macht Oper” des Vereins FestLand e.V. plante unser Fachgebiet im Sommersemester 2014 ein 1:1 Entwurfsprojekt.Seit 2007 erarbeitet der Verein FestLand e.V. jedes Jahr in einem umgebautem Schweinestall im Prignitzer 70-Seelen-Dorf Klein Leppin eine Oper. Unter der organisatorischen und musikalischen Leitung von Christina und Steffen Tast, der Regievon Mira Ebert wird mit einer Gruppe von Laien und professionellen Musikern alljährlich eine neue Inszenierung vorbereitet, geprobt und zur Aufführung gebracht. Der Klein Leppiner Opernchor und einige Solisten kommen aus Klein Leppin undaus den umliegenden Dörfern; die Regisseurin, das Orchester, der überwiegende Teil der Gesangssolisten, Bühnen und Kostümbildner kommen von außerhalb. In diesem Jahr hat die Barockoper „Dido und Aeneas“ von Purcell an einemWochenende ca.1000 Besucher nach Klein Leppin gezogen.

Für die diesjährige Inszenierung haben sich die Mitglieder des Vereins auf der Wiese vor dem Opernhaus einen Opernpark gewünscht, der in kleinen Gebäuden die Veranstaltung begleitende Aktivitäten unterbringen könnte. Mit dieser großen Ideeentstand der Kontakt zu unserem Lehrstuhl. Im Kontext der Barockoper sollte hinterfragt werden, ob man mit zeitgenössischen temporären Bauten die Idee einerbarocken Parkanlage in einem brandenburgischen Dorf wiederbeleben kann. Die Kleinarchitekturen sollten wie in historischen Vorbildern als Ruheplatz, Aussichtspunkt, gestalterisches Element und der musikalischen Inszenierung dienen.Die entstandenen Pavillons sind von Architekturstudierenden im zweiten Semester unseres Fachgebiets geplant und gebaut worden.  Hierfür trat der Verein als Bauherr auf und formulierte in mehreren Treffen mit dem Fachgebiet seine Wünsche und Vorstellungen. Es entstanden die Bauaufgaben: Kinderwerkstatt, Ein-Buch-Bibliothek, Flaschenspiel, Kasse, Grillpalast und Tonhalle.

Am Anfang des Semesters haben die Studierenden mit ihren Projektvorschlägen an einem Wettbewerb teilgenommen; nach der Auswahl der sechs besten Entwürfe erstellten sie in der zweiten Phase des Semesters Ausführungs-, Kosten- und Zeitpläne, suchten Sponsoren, recherchierten Materialien, experimentierten mit Baumethoden, organisierten die Baustelle und den Materialtransport und errichteten die Pavillons in Eigenleistung. Jedem Pavillon standen 500 € Grundkapital derStoStiftung Sommerschule zu Verfügung, darüber hinaus wurden von den Studenten Sponsoren gesucht. Sechs Wochen vom Konzept bis zur Realisierung ergaben einen sehr engen Zeitplan.

Ziel des Semesters war es, den Studierenden die Komplexität des Entwerfens, Bauens und die Grundzüge des Planungsprozesses zu vermitteln. Der Einsatz ungewöhnlicher Materialien ohne tradierte Baumethoden forderte die kreativeAuseinandersetzung mit dem Kern des architektonischen Denkens. Das Ausarbeiten eines Projektes von der Entstehung desKonzepts bis zur Realisierung konfrontierte die Studenten mit Zentralfragen des Bauvorgangs. Durch die Realisierung in Klein Leppin wurden die Kommunikation mit den Nutzern und Dorfbewohnern und innerhalb derBauteams als wesentliches Werkzeug des Bauprozesses erkennbar.Das konsequente Durchleben des Prozesses forderte handwerkliche und planerische Fähigkeiten und bot den Studentinnenund Studenten die Gelegenheit das Entwerfen und das Bauen als baukonstruktive Forschung zu begreifen.

 

Bauherr: FestLand e.V.

Hauptsponsor: Sto Stiftung
Werkzeugspende: Festool GmbH

Wasserspiel

Wasser ist ein zentrales Element der Oper Dido und Aeneas, die in diesem Jahr bei Dorf macht Oper aufgeführt wird. Entwerfen sie ein Gerüst für ein Flaschenxylophon, das von den Dorfbewohnern bestückt werden soll. Überlegen Sie sich, wie die Aufhängung der Flaschen funktionieren soll. Es soll eine große Anzahl von Flaschen aufgehängt werden können (ca. 100-200 Stück). Die genaue Anzahl ist abhängig von dem Entwurf.

An die spätere Anordnung der Flaschen bestehen keine fest definierten Anforderungen.

Kinderwerkraum

Für 15-20 Kinder werden Bastelworkshops abgehalten. Es sollen Boote, Papierschiffe und kleine Klanginstrumente gebaut werden. Entwerfen Sie einen Ort, in dem die Kinder basteln und ihre Werke ausstellen können. Bastelmaterialien und Werkzeuge müssen verstaut werden können.

Für die Zeit in der keine Workshops abgehalten werden, soll die Struktur die Festivalbesucher zum Verweilen einladen. Die Sitzgelegenheiten sollen so modular aufgebaut sein, dass einzelne Module im Park als zusätzliche Verweilorte platziert werden können.

Tonhalle

In der zu definierenden Parklandschaft soll ein Aufführungsort für den 35-köpfigen Chor errichtet werden. Zusätzlich sollen vier bis fünf Musiker unterkommen können. Die Instrumente der Musiker müssen vor Wasser geschützt werden, also muss zumindest ein Teil der Struktur regensicher sein. Bis maximal 50 Personen sollen sich die Aufführung ansehen können. Beachten Sie die akustischen Anforderungen der Aufführungssituation.

Ein-Buch-Bibliothek

Kinder des Ortes werden im Vorfeld der Oper ein großes Aufklapp-Bilderbuch gebastelt haben. Entwerfen Sie eine kleine Bibliothek, in der das Buch auch im Rahmen einer kleinen Aufführung präsentiert werden kann. Während der Aufführung werden vier bis fünf Kinder mit Hilfe des Buches ein „Papiertheater“ in Szene setzen und zwei bis drei Kinder dazu musizieren. Bis maximal 50 Personen sollen sich die Aufführung ansehen können. Sie können außerhalb des eigentlichen Pavillons Platz finden. Zum Schutz der Instrumente der musizierenden Kinder muss zumindest ein Teil des Pavillons regensicher sein. Der Standort soll sich in der Nähe des FestSpielHauses befinden. Die Struktur soll transportabel und gut lagerbar sein.

Grillpalast

Besucher der Oper wollen kulinarisch versorgt werden. Orte des Essens sind immer auch soziale Treffpunkte. Entwerfen Sie hierfür eine Grillstelle für einen Grill (Abmessungen: 150x65cm , Höhe 95cm) und bis zu sechs Personen, die ihn bedienen. Die Struktur soll offen, aber auch abschliessbar sein. Es soll eine Ablagefläche (in ungefährer Größe des Grills) und einen Wasseranschluss mit Waschbecken geben. Sie soll transportabel und gut zu lagern sein. Der Grillpalast soll in der Nähe des Operncafés und dem dortigen Getränkeausschank stehen.

Kasse

Für die Oper braucht man Eintrittskarten. Entwerfen Sie hierfür eine Ausgabestelle. Diese soll sich in unmittelbarer Nähe des FestSpielHauses befinden und gleichzeitig Informations- und Ausgangspunkt eines Parkrundgangs sein. Die Kasse soll Platz für drei bedienende Personen und einen für die Besucher begehbaren Raum haben . Sie soll transportabel und gut zu lagern sein.

SS 12 – Sommerwerkstatt Wiesenburg

Die Sommerwerkstatt Wiesenburg – ein Festival für Schüler und Einwohner des Berliner Bezirkes Wedding – fand vom 29. bis 30.06.2012 zwischen den Überresten des ehemaligen Obdachlosenasyls „Wiesenburg“ statt.
Das weitgehend unbekannten Areal inmitten der Stadt wurde in Folge des jahrzehntelangen Lehrstandes fast vollständig von der Natur übernommen und sollte durch das Festival wieder in die öffentliche Wahrnehmung gerückt werden.

 

 

Die Sommerwerkstatt wurde von Max Dengler und Sönke Hartmann als Ort des Austausches und Begegnung für Schüler und Kiezbewohner konzipiert, Frau Altunkaynak vom Quartiersmanagement Pankstraße hat das Projekt aktiv unterstützt und half, das adäquate Grundstück im Bezirk Wedding zu finden.

Mit Hilfe der Herbert-Hoover-Oberschule, der Humboldthain-Grundschule, Enak- Enak e.V, der Künstler Florian Bach und Marcello Busato, kiezkieken e.V., Kotti-Shop, dem Lehrstuhl von Frau Prof. Fioretti von der TU Berlin und der Projektwerkstatt „Begrünung in Modulen“ wurde das Programm definiert und während des Festivals Workshops mit Partnern aus Kunst, Kultur und Bildung veranstaltet.

Die für die Workshops benötigten temporären Bauten sind von 80 Architekturstudentinnen und – studenten im 2. Fachsemester des Fachgebiets von Prof. Fioretti der TU Berlin geplant und gebaut worden.
Hierfür traten die Organisatoren der Workshops als Bauherren auf und formulierten in mehreren Treffen mit den Studentinnen und Studenten Ihre Wünsche und Vorstellungen.

Im Laufe des Semesters erstellten die Studentinnen und Studenten Ausführungs-, Kosten- und Zeitpläne, suchten Sponsoren, recherchierten Materialien, experimentierten mit Baumethoden, organisierten die Baustelle und den Materialtransport und errichteten die Pavillons in Eigenleistung.

Ziel des Semesters war es, den Studenten die Komplexität des Entwerfens und Bauens und die Grundzüge des Planungsprozessess vermitteln und die letztendlich errichtete architektonische Struktur den unterschiedlichen Beteiligten zu präsentieren und gemeinsam zu nutzen.

Der Einsatz ungewöhnlicher Materialien als Baustoff erlaubt keinen direkten Bezug auf traditionelle Baumethoden, sondern fordert die kreative Auseinandersetzung mit dem Kern des architektonischen Denkens. Das konsequente Durchleben des Planungsprozesses von Konzept bis zu Realisierung konfrontiert die Studenten mit der Komplexität des Bauvorgangs und bietet ihnen die Gelegenheit, abseits von bekannten Konstruktionsmethoden das Entwerfen als baukonstruktive Forschung zu begreifen.

 

Projektbeteiligte

Organisation Festival: Max Dengler und Sönke Hartmann
Förderung: Quartierfond „Soziale Stadt“
Vermittlung: Quartiersmanagement Pankstraße
Bauherren:
Grüner Lernraum, Lesekammer – Herbert-Hoover-Oberschule, Humboldthain-Grundschule
Grüner Lernraum – Projektwerkstatt Begrünung in Modulen
Küche – Enak-Enak e.V, Florian Bach und Marcello Busato
Schrein – Enak-Enak e.V
Lichtspiele – kiezkieken e.V.
Werkraum – Kotti-Shop

 

 

Werkraum

Ein Ausstellungs- und Werkraum für 15 Personen für einen Workshop, bei dem Fragen von Urbanität, Raum und Struktur mittels künstlerischer Intervention bearbeitet werden.

 

Grüner Lernraum

Eine Struktur, die eine erweiterte Form des Unterrichts im Freien ermöglicht und Infrastruktur bietet für eine Gartennutzung mit Obst- und Gemüseanbau.

 

Küche

Eine Herdstelle mit mindestens zwei Feuerstellen bei der etwa 15 Personen Platz zum gemeinschaftlichen Kochen haben.

Schrein

Ein Ort des bewussten Essen für mind. sechs Personen und Aufbewahrungsstelle für Objekte mit besonderem Wert für die Workshop- Teilnehmer.

Lesekammer

Ein Rückzugsort zum Lesen für ein bis zwei Schüler.

 

Cocoon

Lichtspiele

Ein Ort, der ca. 30 Besuchern Platz bietet und Raum für eine permanente Videoinstallation und parallel laufende Kurzfilme schafft.

 

Bohlenkino

Rastplatz

Eine Anlauf- bzw. Verweilstelle für Besucher der Sommerwerkstatt, die nicht an einem der anderen Programmpunkte beschäftigt sind.